Außerhalb der transatlantischen Welt hat der „Great Reset“ keine Chance

Rußland will seine Kohleindustrie ausbauen

Rußland fällt nicht auf den Schwindel herein, fossile Brennstoffe seien für die globale Erwärmung verantwortlich. Bei einem Treffen unter dem Vorsitz von Präsident Putin mit führenden politischen und anderen Vertretern der Kohleregionen und -industrie am 2.3. wurden die Anstrengungen des Landes zum Ausbau der Kohleindustrie besprochen. Putin selbst stellte klar, daß die Kohleindustrie „eine wichtige Säule des nationalen Brennstoff- und Energiesektors“ sei und „große Bedeutung für die sozioökonomische Entwicklung ganzer russischer Regionen“ habe. (http://en.kremlin.ru/events/president/news/65085)

Präsident Putin am 2. März 2021 beim virtuellen Kohlegipfel. Kreml

Seit 2017 fördert Rußland über 400 Mio. t Kohle jährlich, wovon mehr als die Hälfte exportiert wird. Der Hauptabsatz findet in der asiatisch-pazifischen Region statt, wo die Nachfrage wächst.

Putin sprach die Worte „Great Reset“ oder „Klimaschwindel“ nicht aus, aber seine Anspielungen waren klar:

„Was die langfristigen Aussichten des globalen Kohlemarktes über das laufende Jahrzehnt hinaus betrifft, weiß ich, daß es diesbezüglich unterschiedliche Prognosen gibt. Es ist kein Geheimnis, daß einige davon einen signifikanten Marktrückgang nahelegen, unter anderem aufgrund technologischer Veränderungen im globalen Brennstoff- und Energiesektor sowie der aktiven Nutzung alternativer Brennstoffe.

Wir wissen auch, was in diesem Zusammenhang passiert: Texas ist wegen des kalten Wetters eingefroren. Und die Windmühlen mußten auf eine Weise aufgetaut werden, die alles andere als umweltfreundlich ist. Vielleicht wird das auch zu Anpassungen führen.“ Auf jeden Fall werde Rußland „auch bei einem Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Kohle und bei einer Verschlechterung der globalen Situation die stetige Entwicklung unserer Kohlebergbauregionen garantieren“.

China ist führend bei neuen Kohlekraftwerken und HTRs

Mehr als drei Viertel der neuen Kohlekraftwerke, die 2020 in Betrieb genommen wurden, stehen in China, so die neuesten Daten von Global Energy Monitor (GEM). In Zahlen ausgedrückt sind es 38,4 GW an neuen Kohlekraftwerken, die in China in Betrieb genommen werden, mehr als das Dreifache der 11,9 GW im Rest der Welt. Während die Nettokapazität der Kohleproduktion im Rest der Welt 2020 um 17,2 GW abnahm, wuchs Chinas Kohleflotte um netto 29,8 GW. Derzeit sind in China 247 GW an Kohlekraftwerken im Bau oder geplant, ein Anstieg um 21 % innerhalb eines Jahres.

Auf der jüngsten Gesetzgebungskonferenz der „Zwei Sitzungen“ bestätigte Ministerpräsident Li, daß China auch in den nächsten fünf Jahren die saubere und effiziente Nutzung von Kohle vorantreiben wird, was den Zorn der Wall Street und der Klimawandel-Lobbys hervorgerufen hat. Gleichzeitig baut China die Kernenergie aus und will die Kapazität von 2020–25 von 50 GW auf 70 GW erhöhen, eine Steigerung um 40%. Wichtig ist, daß das Land auf die vierte Reaktorgeneration umsteigt. Sein gasgekühlter Hochtemperatur-Demonstrationsreaktor von 200 MW, der erste der Welt, soll im April beladen werden und Ende des Jahres offiziell den kommerziellen Betrieb aufnehmen.