Denkfabrik der britischen Krone: Wir wollen euch euer Essen wegnehmen

Auf der Webseite des britischen Royal Institute of International Affairs (RIIA) Ihrer Königlichen Majestät erschien am 3. Februar als Leitartikel ein „Forschungspapier“ mit einer Strategie zur systematischen Reduzierung der Erzeugung und des Verbrauchs von Nahrungsmitteln auf der Welt. Dazu werden ähnliche Methoden vorgeschlagen wie die, mit denen jetzt durch das Verbot fossiler Brennstoffe der Energieverbrauch weltweit gesenkt werden soll – alles natürlich im Namen von Mutter Natur.

Das britische Königshaus mit der Denkfabrik Royal Institute of International Affairs (RIIA) stellt sich in die Tradition der französischen Königin Marie Antoinette: „Das Volk hat kein Brot?
Sollen sie doch Kuchen essen.“ (Portrait von Jean-Baptiste André Gautier-Dagoty)

In dem Dokument des RIIA1 wird ganz offen zugegeben, daß die Pläne der Monarchie darauf abzielen, die Kosten für Nahrungsmittel weltweit zu erhöhen und die weltweite Nahrungsmittelproduktion dauerhaft zu verringern. Diese Forderung in einer Zeit, in der mehreren hundert Millionen Menschen Hungersnöte drohen und noch viel mehr Familien in armen wie „reichen“ Ländern hungern, ist der eindeutige Beweis dafür, daß es sich hier um einen Plan zur Entvölkerung der Erde handelt.

Die fünf Autoren der Schrift sind allesamt Veteranen der „Klimamafia“, angefangen mit dem Hauptautor Tim Benton, der im Chatham House (wie das RIIA oft genannt wird) das Programm für Energie, Umwelt und Ressourcen leitet. Benton gehörte zu den Autoren des Sonderberichts über Klimawandel und Landsysteme des Weltklimarats IPCC sowie des britischen „Klimarisikoberichts“ UK Climate Change Risk Assessment 2017.

Royals wollen den „Nahrungsmittelbedarf weltweit reduzieren“

Die Prämisse der RIIA-Studie ist, daß „die Produktion von Nahrungsmitteln die Hauptursache für den Verlust der Artenvielfalt weltweit ist“, an Land wie im Süßwasser und in den Meeren. „Die von der Landwirtschaft genutzte Fläche hat sich seit 1600 um das 5,5-fache vergrößert und nimmt weiter zu“, heißt es. „Gegenwärtig nehmen Ackerbau und Viehzucht etwa 50 % des bewohnbaren Landes der Erde ein.“ Die Erzeugung von Nahrungsmitteln sei schädlich, weil sie „natürliche Lebensräume verkleinert oder zerstört und zum Artensterben beiträgt“.

Seit Jahrzehnten werde eine falsche Politik betrieben:

„Die Politik und die wirtschaftlichen Strukturen sind darauf ausgerichtet, immer mehr Nahrung zu immer geringeren Kosten zu produzieren. Die intensivierte landwirtschaftliche Produktion verschlechtert Böden und Ökosysteme, wodurch die Produktionskapazität der Landflächen sinkt und eine noch intensivere Nahrungsmittelproduktion notwendig wird, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Der weltweit steigende Verbrauch von billigeren Kalorien und ressourcenintensiven Nahrungsmitteln verschärft diesen Druck. Die derzeitige Nahrungsmittelproduktion hängt stark vom Einsatz von Betriebsmitteln wie Düngemitteln, Pestiziden, Energie, Land und Wasser ab.“

Deshalb schlägt RIIA drei „Hebel“ vor, um das derzeitige „Billig-Nahrungsmittel-Paradigma“ zu durchbrechen.

Erstens: „Ernährungsgewohnheiten ändern, um den Nahrungsmittelbedarf zu reduzieren… Das anhaltende Wachstum der Nahrungsmittelnachfrage übt einen immer größeren Druck auf die Landressourcen aus.“ Und wie? Das „entscheidende Element…, um die Emissionen des Nahrungsmittelsystems mit den Temperaturzielen des Pariser Abkommens zum Klimawandel in Einklang zu bringen“, bestehe darin, die Menschheit weg von einer Ernährung mit hochwertigen Fleischproteinen hin zu einer überwiegend pflanzlichen Ernährung zu bringen. Gleichzeitig soll aber auch der Verbrauch pflanzlicher Nahrungsmittel gesenkt werden, indem man „Überkonsum von Kalorien“ verringert! Dies zielt besonders auf die Amerikaner. Das Königliche Institut rechnet aus: „Ein Wechsel von Rindfleisch zu Bohnen in der Ernährung der gesamten US-Bevölkerung… könnte 42 % der US-Anbaufläche frei machen für andere Zwecke, wie die Wiederherstellung von Ökosystemen oder eine naturfreundlichere Landwirtschaft.“

Karte der Welternährungsorganisation FAO mit den Staaten, in denen akut Hunger droht

Zweitens: Landflächen sollen stillgelegt, „geschützt und für die Natur reserviert werden“. Und das nicht in kleinem Maßstab: „Im typischen Fall wird dies erfordern, daß beträchtliche Flächen der Natur überlassen oder natürlich bewirtschaftet werden, vor allem, weil das Aussterberisiko für jede Spezies wächst, wenn ihre Populationsgröße schrumpft, und weil viele große Tiere eine große Fläche an Lebensraum benötigen, um eine angemessene Population zu erhalten.“

Drittens: Die Landwirtschaft soll umgestaltet werden mit einer erzwungenen Reduzierung der Betriebsmittel, die man in der modernen Landwirtschaft verwendet – einschließlich der Maschinen, die Männer und Frauen von der schweren körperlichen Arbeit auf den Feldern befreit haben.

Kein „Hebel“ werde ohne die anderen funktionieren, bekräftigen die Autoren, aber eine „Ernährungsumstellung“ – eine Senkung der „Nahrungsmittelnachfrage“ – sei „entscheidend, um bestehende einheimische Ökosysteme zu erhalten und solche, die beseitigt oder abgebaut wurden, wiederherzustellen“. Da die große Mehrheit der Menschheit solche Veränderungen niemals freiwillig akzeptieren wird, brauche man „globale Richtlinien in Politikbereichen wie verantwortungsvolle Investitionen, Ernährungsumstellung und naturbasierte Lösungen zur Abschwächung des Klimawandels“. Erforderlich seien „Anreize“ und „verantwortungsvolle Investitionen“, sprich die Kürzung von Krediten für die moderne Landwirtschaft ebenso wie für moderne Energiequellen.

So lauten die Vorschläge des RIIA für die internationalen Konferenzen und Gipfeltreffen, die 2021 zum Thema „Ernährungssysteme und Biodiversität“ geplant sind, und für den kommenden ersten UN- Ernährungsgipfel im Herbst.

  1. „Food System Impacts on Biodiversity Loss: Three Levers for Food System Transformation in Support of Nature“, https://www.chathamhouse.org/2021/02/food-system-impacts-biodiversity-loss[]