In den Fußstapfen Georgs des III.

Prinz Charles erfand und steuert den „Green New Deal“

Am 11. Januar veröffentlichte Prinz Charles die „Terra Carta für die Natur, die Menschen und den Planeten“ (Erd-Charta) für ein grünes Völkermordprogramm mit radikaler Bevölkerungsreduzierung, Stillegung landwirtschaftlicher Produktion und Schaffung einer grünen Spekulations- und Finanzblase von 40 Billionen Dollar, das durch eine Diktatur der Zentralbanken umgesetzt werden soll. Wenn der Prinz und seine Genossen nicht gestoppt werden, werden sie die kognitiven Fähigkeiten des Menschen zerstören, kapital- und energieintensiven Fortschritt von Landwirtschaft und Industrie stoppen und die gesamte Zivilisation zu Fall bringen. Mit dem Vermögen des Hauses Windsor, aber noch viel mehr mit dem Vermögen der Banken und Versicherungen der City und Wall Street sowie verschiedenen Regierungen arbeitet der Prinz von Wales seit fünf Jahrzehnten auf diese Strategie hin.

Die Fähigkeit dazu hat Charles sicherlich nicht aus sich selbst heraus, sondern aus der Einbettung in ein Netzwerk von Institutionen. Eine dieser Institutionen ist die Monarchie, die nicht nur aus dem Königshaus besteht, sondern aus Hunderten von Personen, u. a. von den Universitäten Oxford und Cambridge, Finanzinstituten und Anwaltskanzleien. Tatsächlich ist die Monarchie eingebettet in ein Quartett aus Monarchie, Londoner City, Bank von England und Geheimdiensten, das seit der Gründung der Bank of England im Jahr 1694 besteht.

Prinz Charles beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2020. Er ist ein wesentlicher Drahtzieher hinter der Politik des „Great Reset“. Youtube/World Economic Forum

Charles arbeitet mit mehr als hundert Regierungen zusammen, aber er betont, daß die Unternehmen der Privatwirtschaft gebraucht werden, um seine Pläne umzusetzen, da die Regierungen die Politik zwar verkünden müssen und können, aber nicht die Macht haben, sie umzusetzen. Er setzt somit auf eine von oben durchgesetzte, korporativistisch-synarchistische Kontrolle über und jenseits der Regierung, wie es bei Hitler, Hjalmar Schacht und Mussolini der Fall war. Wir wollen anhand von drei zentralen Beispielen zeigen, daß und wie Prinz Charles und die Elitekreise, für die er eine Bezugsperson ist, wie die City und die Bank von England, die Pläne für eine grüne faschistische Diktatur entwickelt und umgesetzt haben – und dies oft schon 10–20 Jahre, bevor andere überhaupt davon wußten.

Das erste Beispiel ist Charles’ entscheidende Rolle – zusammen mit seinem Vater Prinz Philip, dem Gemahl von Queen Elisabeth, und dem World Wildlife Fund – bei der Durchführung des richtungsweisenden Rio- Erdgipfels 1992, auf dem das Paradigma der harten Maßnahmen zur Bekämpfung der angeblichen globalen Erwärmung geschmiedet wurde; das zweite ist, daß der Prinz von Wales 2008 in Großbritannien den „Green New Deal“ ins Leben gerufen hat, ein ganzes Jahrzehnt, bevor er als etwas angeblich Neues in den Vereinigten Staaten vorgeschlagen wurde; und das dritte ist, daß Prinz Charles die interne Diktatur durch etwas so harmlos erscheinendes wie Buchhaltungsregeln etabliert – ein fundamentaler Teil der Arbeitsweise des „Great Reset“, der die Welt in die Selbstzerstörung stürzt.

I.  Der „Erdgipfel“ von Rio 1992

„Ich frage mich, wie es wäre, in einem Tier wiedergeboren zu werden, dessen Art so stark reduziert wurde, daß sie vom Aussterben bedroht ist. Was wären seine Gefühle gegenüber der menschlichen Gattung, deren Bevölkerungsexplosion ihm den Platz zum Existieren genommen hat? … Ich muß gestehen, daß ich versucht bin, um eine Reinkarnation als besonders tödliches Virus zu bitten.“

Prinz Philip, Gemahl der britischen Königin und Gründer des WWF, will als „tödliches Virus“
wiedergeboren werden. NASA

So äußert sich Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Prinzgemahl der Königin von England, in seinem Vorwort zu dem 1987 erschienenen Buch If I Were an Animal von Fleur Cowles. Eine Variante des Zitats wiederholte Philip 1988 gegenüber der Deutschen Presse Agentur. Während die Nazis Juden, Zigeuner, Schwerkranke und andere Randgruppen als „lebensunwertes Leben“ betrachteten, meint der königliche Gemahl offenbar, dies gelte für die gesamte menschliche Bevölkerung – bis auf vielleicht einige hundert Millionen Auserwählte mit ihren Lakaien. Das Keulen der menschlichen Herde ist ein Thema, zu dem er in seinen Äußerungen immer wieder zurückkehrte.

Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes ging man daran, die 1933–45 gescheiterte Politik des Naziregimes wieder aufzunehmen. Elemente dieser Politik sind die Eugenik, die KZ-Ökonomie des Hitler-Schacht- Regimes, bei der alle ausgebeutet werden, aus denen man etwas herausholen kann, und diejenigen, bei denen nichts mehr zu holen ist, umgebracht werden, sowie die Errichtung einer Zentralbank-Finanzdiktatur, wie die von Hitlers Reichsbankchef Hjalmar Schacht.

Das äußere Erscheinungsbild sollte anders sein als unter Hitler und Schacht: Es wurde, beginnend in Rio 1992, der Mythos verbreitet, der anthropogene Klimawandel erfordere eine Dekarbonisierung der Weltwirtschaft. Eine so drastische Maßnahme soll die Energieflußdichte der Weltwirtschaft massiv senken und eine Abwärtsspirale des Zerfalls in Gang setzen. Wenn die größte Finanzblase der Weltgeschichte mit den ungeheuren Derivatschulden platzt, was sich bereits anbahnt, wird das die Folgen noch verschlimmern.

Sir Julian Huxley, Gründer der UNESCO, des WWF – und der British Eugenics Education Society. UNESCO

Aber das eigentliche Ziel, auf das diese Zerstörung abzielt, sind die schöpferischen kognitiven Kräfte des Menschen – das Mittel zur Entdeckung neuer physikalisch- wissenschaftlicher Prinzipien, die revolutionäre wissenschaftliche Fortschritte in der physischen Wirtschaft bewirken, welche den Menschen aus der Armut und in die volle Menschlichkeit erheben. Diese Prinzipien feiert der Mensch in der klassischen Kunst und Musik, und diese Prinzipien werden es der Menschheit ermöglichen, über die Erde hinaus ihre Herrschaft über die Galaxie auszudehnen. Die Oligarchie will diese Geisteskräfte unterdrücken, aber eben diese Geisteskräfte werden es der Menschheit ermöglichen, Charles’ Vorhaben zu besiegen.

Der World Wildlife Fund, später umbenannt in Worldwide Fund for Nature (WWF), ist ein Netzwerk, das 1961 vom Britischen Empire gegründet wurde, um den grünen Völkermord zu organisieren. Drei Hauptgründer stehen für die Absichten der Organisation:

  • Julian Huxley: 1907 gründete Julian Huxley in Großbritannien die British Eugenics Education Society, der sich bald H.G. Wells und Leonard Darwin, einer der Söhne von Charles Darwin, anschlossen. Als die Trümmer des Zweiten Weltkriegs noch rauchten, war er 1946 Mitgründer der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und machte sich selbst zu deren Direktor. In einer Schrift zur UNESCO-Gründung (UNESCO: Its Purpose and its Philosophy) offenbarte Huxley seine Absicht, die Eugenik wiederzubeleben:

„Der Ballast an genetischer Dummheit, körperlicher Schwäche, geistiger Instabilität und Krankheitsanfälligkeit, der bereits in der menschlichen Gattung vorhanden ist, wird sich als zu große Last erweisen, als daß ein wirklicher Fortschritt erreicht werden könnte. Obwohl es also durchaus richtig ist, daß jede radikale eugenische Politik für viele Jahre politisch und psychologisch unmöglich sein wird, wird es für die UNESCO wichtig sein, dafür zu sorgen, daß das eugenische Problem mit größtmöglicher Sorgfalt untersucht wird und daß die öffentliche Meinung über die auf dem Spiel stehenden Fragen informiert wird, so daß vieles, was jetzt undenkbar ist, zumindest denkbar wird.“

  • Prinz Bernhard im Jahr 1976. Das ehemalige Mitglied der Nazi-SS heiratete Königin Juliana der Niederlande und wurde später der erste Präsident des World Wildlife Fund. Anefo/Mieremet, Rob/cc-by-sa 3.0

    Prinz Bernhard, Gemahl von Königin Juliana der Niederlande und erster Präsident des WWF. Nach Hitlers Machtübernahme 1933 schloß er sich den Nazis an und trat 1934 der brutalen Schutzstaffel (SS) bei. Aus kosmetischen Gründen trat Bernhard vor seiner Heirat aus der SS wieder aus, aber um zu zeigen, daß sich inhaltlich nichts geändert hatte, unterzeichnete er sein „Austrittsschreiben“ mit „Heil Hitler!“ Der Prinz arbeitete für den deutschen Chemiekonzern IG Farben, ein zentrales Rädchen in der korporatistischen Maschinerie der Nazis. Er trat in die „Volkswirtschaftliche Abteilung“ der IG-Farben AG in Berlin ein, ein Zentrum der Nazi-Auslandsspionage. 1935 wurde Bernhard Sekretär des Vorstands im Pariser Büro der IG Farben. Die IG Farben entwickelte das Gas Zyklon-B, mit dem ab 1942 Menschen in den Konzentrationslagern vergast wurden. Als hochangesehener Freier heiratete Bernhard 1937 Königin Juliana der Niederlande.

  • Prinz Philip, Sohn von Prinz Andrew von Griechenland und Dänemark, Ehemann von Königin Elisabeth II. und Herzog von Edinburgh. Von Philips vier älteren Schwestern waren drei mit deutschen Aristokraten verheiratet, die Teil der Nazi-Kreise in Deutschland waren. Philip scheint über diese Verflechtungen maßgeblich informiert und auch darin verstrickt gewesen zu sein. Im Juni 1945 entsandte das britische Königshaus einen „ehemaligen“ Agenten des MI-5, der unter anderem versuchen sollte, Philips Kriegskorrespondenz mit diesem Netzwerk aufzuspüren (und vermutlich zu verbergen).

Die Eltern von Prinz Charles waren beide Produkt dieses Milieus, da Queen Elisabeths Vater König Georg VI. und dessen Frau in den Kreisen der „Beschwichtiger“ (Appeaser) verkehrten, die während des Zweiten Weltkriegs mehrfach versuchten, über Kanäle eine „Verständigung“ mit dem Nazi-Regime zu erreichen. Berühmt-berüchtigt war König Edward VIII., ein offener Kollaborateur der Nazis, der im Dezember 1936 zur Abdankung gezwungen wurde, um Platz für Elisabeths Vater König Georg VI. zu machen. Dies beeinflußte auch die Erziehung des Prinzen von Wales, des Thronfolgers.

Es gab noch mehrere andere einflußreiche Umweltorganisationen, wie die International Union for the Conservation of Nature (IUCN), die Freunde der Erde usw. Aber Prinz Philip nutzte den WWF als Plattform für seinen Vorstoß, die Weltwirtschaft zu transformieren.

Prinz Charles’ Transformation: Der Rio-Gipfel 1992

1989 beschlossen die Prinzen Philip und Bernhard, König Juan Carlos von Spanien und verschiedene prominente Finanziers der City, 1992 eine einzigartige Konferenz abzuhalten: den „Erdgipfel“ der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro. Diese WWF-Truppe entschied sich, dafür den Kanadier Maurice Strong einzusetzen, einen wichtigen Ideengeber Philips und Geldbeschaffer für den WWF, der 1970 den 1001 Club gegründet hatte, um superreichen Mäzenen die Möglichkeit zu geben, den WWF zu finanzieren. Strong äußerte seine charmanten Ansichten am 1. September 1997 gegenüber dem Magazin National Review:

„Wenn wir uns nicht ändern, wird unsere Gattung nicht überleben… Offen gesagt, wir könnten an den Punkt kommen, an dem die einzige Möglichkeit, die Welt zu retten, darin besteht, daß die industrielle Zivilisation zusammenbricht.“

Überlegen Sie, wen Strong in dieser Aussage mit „der Welt“ gemeint haben muß, die auf diese Weise „gerettet“ werden soll.

Maurice Strong im Jahr 2010. Als führender Ideengeber von Prinz Philip gründete er 1970 den 1001 Club, mit dem die Superreichen den WWF finanzieren sollten. Wikimedia Commons/Lymantria/cc-by-sa 3.0

Strong, Ölunternehmer in Alberta, erster Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und führende Figur im WWF, wurde Generalsekretär des Erdgipfels. Aber unter Philips und Strongs Fittichen sollte nun auch Prinz Charles eine Führungsrolle übernehmen.

Charles hatte 1970 im Alter von 22 Jahren seine erste Rede über Umwelt gehalten. Danach übernahm er immer mehr Verantwortung, doch erst für den Rio-Gipfel wurde er in eine Führungsposition versetzt, um persönlich für die Konferenz zu organisieren, Differenzen zwischen Nationen beizulegen und die Agenda mitzugestalten.

Der Autor Jonathan Dimbleby beschreibt in seiner 1994 erschienenen, autorisierten Biographie (The Prince of Wales: A Biography) das Geschehen:

„Bis 1991 hatte der Schwung, den die Reden des Prinzen erzeugten, ihm bereits einen internationalen Ruf verschafft. Im Vorfeld des für 1992 geplanten Rio- Gipfels war der Prinz entschlossen, seinen persönlichen Beitrag zu leisten, indem er wichtige internationale Persönlichkeiten zusammenbrachte, um zu versuchen, eine gewisse Harmonie zwischen den gegensätzlichen Haltungen Europas, der Vereinigten Staaten und der Entwicklungsländer, angeführt von Brasilien, zu erreichen. Er kam auf die Idee, die königliche Jacht [die Britannia] als Basis für ein zweitägiges internationales Seminar am Ende einer offiziellen Tour durch Brasilien im April 1991 zu nutzen.

Unter anderem lud er Senator Albert Gore ein, hohe Beamte der Weltbank, Chefs von Unternehmen wie Shell [der englische Teil des anglo-holländischen Ölkonzerns Royal Dutch Shell] und BP [ehemals British Petroleum Company], die wichtigsten Nichtregierungsorganisationen, europäische Politiker, darunter die britischen Minister für Entwicklungshilfe und Umwelt, und vor allem den Gastgeber des künftigen Gipfels, den brasilianischen Präsidenten Fernando Collor.“

Der Rio-Gipfel, die Agenda 21 und die „göttliche Natur“

Der Erdgipfel von Rio war ein Spektakel, an dem mehr als hundert Staatschefs und 38.000 Menschen teilnahmen. Er brachte drei große Veränderungen mit sich.

Erstens: Als der UN-Weltklimarat (UN IPCC) 1988 gegründet wurde, definierte er den Klimawandel noch als „jede Veränderung des Klimas im Laufe der Zeit, sei es aufgrund natürlicher Schwankungen oder als Ergebnis menschlicher Aktivitäten“. Aber auf dem Erdgipfel in Rio wurde diese Formulierung durch die UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ersetzt, die besagt, daß „menschliche Aktivitäten die atmosphärische Konzentration von Treibhausgasen wesentlich erhöht haben“.

Zweitens verabschiedete die Konferenz eine Politik namens „Agenda 21“, die besagt: „Alle Energiequellen müssen so genutzt werden, daß die Atmosphäre geschont wird.“ Die Agenda 21 war das erste UN- Dokument, das Rollen und Verantwortlichkeiten für lokale und föderale Regierungen festlegte, um eine „nachhaltige Entwicklung“ zu verfolgen, und worin es hieß, daß diese Regierungen (vorläufig freiwillig) einen Weg finden müßten, um die Treibhausgase um einen großen Prozentsatz zu reduzieren. Der nächste UN-Gipfel 1997 in Kyoto in Japan machte diese starken Treibhausgas-Reduzierungen der Agenda 21 mit den „Kyoto-Protokollen“ verbindlich.

Drittens bewertete Maurice Strong in einem Aufsatz 1992 eine der Stärken des Gipfels von Rio:

„Es ist einfach nicht machbar, daß Souveränität einseitig von einzelnen Nationalstaaten ausgeübt wird, egal wie mächtig sie sind. Es ist ein Prinzip, das nur langsam und widerstrebend den Imperativen der globalen Umweltkooperation weichen wird.“

Nicht nur die Souveränität sollte außer Kraft gesetzt werden, Strong verlieh der Konferenz 1992 auch einen heidnisch-religiösen Unterton. In der Plenarsitzung erklärte er als Generalsekretär der Konferenz:

„Es ist heute die Verantwortung eines jeden Menschen, sich zwischen der Kraft der Dunkelheit und der Kraft des Lichts zu entscheiden. Deshalb müssen wir unsere Werte und Einstellungen verändern und eine neue Achtung vor dem höheren Gesetz der göttlichen Natur annehmen.“

Der Rio-Gipfel war ein Modell- und Präzedenzfall. Von diesem Erdgipfel 1992 an beschlossen die Vereinten Nationen, alle fünf Jahre eine globale Konferenz entweder über die Umwelt oder über nachhaltige Entwicklung abzuhalten, und die Tagesordnung und die Diskussionen dieser nachfolgenden UN-Gipfel wurden gewöhnlich auf der Grundlage der Hauptideen und der Tagesordnung des ersten Erdgipfels von Rio 1992 entworfen und durchgeführt. Als die nächste UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung, die sich explizit mit dem Thema Erde befaßte, im Jahr 2002 stattfand, wurde sie als Rio+10 bezeichnet, usw.

Als Prinz Charles 1991–92 seine maßgebliche Rolle beim Erdgipfel von Rio spielte, war er 44 Jahre alt. Schauen Sie sich im Vergleich dazu an, was damals andere taten, die heute wesentlich an der grünen Finanzagenda beteiligt sind: Mark Carney war 27 Jahre alt und arbeitete in Oxford an seiner Wirtschafts-Dissertation, während er bei Goldman Sachs Geld verdiente. Christine Lagarde war 36 Jahre alt und schickte sich an, sich in der Finanzhierarchie in Frankreich hochzuarbeiten. Bernie Sanders wurde zum ersten Mal in den US-Kongreß gewählt. Alexandria Ocasio-Cortez war drei Jahre alt, und Greta Thunberg war noch nicht geboren. Charles machte die Politik.

II. Prinz Charles und seine Verbündeten schufen den Grünen New Deal

Die übliche von den Medien bestärkte Legende besagt, die demokratische Kongreßabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und der demokratische Senator Ed Markey seien 2017 auf die Idee eines „Grünen New Deal“ gekommen. Nach zwei Jahre langen Debatten hätten Ocasio-Cortez und Markey ihn dann im Februar 2019 als gemeinsame Resolution in beiden Häusern des Kongresses eingebracht. Der Grüne New Deal bildet das Herzstück der politischen Initiativen der Biden- Administration.

Jonathon Porritt, CBE, 2009. Als faktischer Direktor des Optimum Population Trust gehört er zu den
fanatischsten Umweltschützern und erarbeitete unter Prince Charles die Konzepte des „Green New Deal“. cc/Andy Miah

In Wahrheit wurde der Green New Deal im Vereinigten Königreich von Prinz Charles’ politischen Netzwerken entworfen. Zwei der wichtigsten Männer bei der Entwicklung des Green New Deal in Großbritannien unter Charles’ Aufsicht sind Tony Juniper und Jonathon Porritt, zwei der mörderischsten Umweltschützer der Welt. Beide sind Sonderberater von Prinz Charles in Umweltfragen und gehören seit Jahrzehnten zu seinem inneren Kreis.

Juniper und Porritt haben den Grünen New Deal 2008 konzipiert und dann in die Vereinigten Staaten exportiert. Wir schauen uns nun erst der Reihe nach Juniper und Porritt an, und anschließend, wie sie den Grünen New Deal schufen. Man könnte sie die „kleinen grünen Männchen des Prinzen von Wales“ nennen.

Der Autor Jonathan Dimbleby schrieb in der oben zitierten autorisierten Biographie über Charles’ inneren Kreis:

„Zu dieser Zeit [1986] hatte der Prinz begonnen, einen Kern von Umweltberatern um sich herum zu scharen, den er in einem Brief an einen Freund so beschrieb: ,ein kleines Team sachkundiger Leute, die mir helfen können, über Reden, Mittagessen und Abendessen so viel Druck auf internationale Behörden, Regierungen und so weiter auszuüben wie möglichʻ.“

Die prominentesten von ihnen sind Juniper und Porritt.

Tony Juniper leitete von 1992 bis 2008 viele Aktivitäten der extremistischen Umweltorganisation Friends of the Earth (FOE, Freunde der Erde), von 2003–08 sogar als Direktor der FOE-Operationen in Großbritannien. Juniper war auch in der Führung der britischen Grünen Partei. Charles suchte sich Juniper als Koautor bzw. Ghostwriter für zwei seiner Bücher aus: Harmony (2010, dt. Harmonie: Eine neue Sicht unserer Welt) und Climate Change (2017). Juniper leitete die gesamte Kampagne für die Verabschiedung des Klimawandelgesetzes (Climate Change Act) von 2008 im Unterhaus, eines der ersten Gesetze seiner Art auf der Welt. Das Gesetz verpflichtete den britischen Innenminister, dafür zu sorgen, daß die britische Netto-Kohlenstoffbilanz für alle sechs Kyoto-Treibhausgase – Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid (SF6) – bis 2050 mindestens 80 % unter dem Basisjahr 1990 liegt, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Dies ergibt sich aus den Kyoto-Protokollen von 1997, die wiederum aus Vorgaben von Charles’ Rio-Gipfel von 1992 folgen. Die Londoner Times bezeichnete Juniper am 26. Januar 2019 als „Prinz Charles’ grünen Champion“.

Jonathon Porritt war seit ihrer Gründung 1976 ein führendes Mitglied der radikal grünen britischen Ecology Party und ab 1979 ihr Vorsitzender. 1985 wurde die Partei in Green Party of England and Wales umbenannt, und er war eine Zeit lang Co-Vorsitzender. 1986 machte Charles Porritt zu seinem vertrauten Berater, was bedeutet, daß Charles und Porritt seit 35 Jahren zusammenarbeiten. Im Jahr 2000 machte der Labour- Premierminister Tony Blair Porritt zum ersten Vorsitzenden der neu geschaffenen Kommission für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Commission, SDC), deren Aufgabe es war, das Vereinigte Königreich bei Schritten hin zu „nachhaltiger Entwicklung“ zu beraten, einschließlich der Reduzierung der realwirtschaftlichen Produktion zur Verringerung der „Treibhausgase“. Porritt diente neun Jahre lang als Vorsitzender der SDC.

Sir David Attenborough 2015. Er ist für Prinz Charles eine Vaterfigur, seit dieser acht Jahre alt war. cc/John Cairns

Porritts bei weitem gefährlichste Eigenschaft, die den Prinzen von Wales besonders einnimmt, ist jedoch, daß er einer der offensten, extremsten Malthusianer der Welt ist – er fordert faktisch eine Halbierung der Weltbevölkerung. 2008 wurde Porritt Patron (Treuhänder, praktisch ein Direktor) des Optimum Population Trust (OPT), der vielleicht weltweit wichtigsten Propagandaorganisation für Genozid.

Die Times zitierte am 22. März 2009 Porritt aus einer Rede, in der er die Forschungen des Optimum Population Trust lobte, „die nahelegen, daß die Bevölkerung Großbritanniens auf 30 Millionen [von damals 62 Millionen – Red.] reduziert werden muß, wenn das Land sich nachhaltig ernähren will“. Im November 2018 wurde Porritt Präsident des OPT, inzwischen umbenannt in Population Matters.

Für sein Wirken ernannte Königin Elisabeth Porritt auf Charles’ Empfehlung hin zum Commander of the British Empire (CBE). Die anderen Treuhänder von Population Matters machen die mörderischen Absichten deutlich. Einer ist Sir David Attenborough, den mehrere Medien als „eine Art Mitglied der königlichen Familie“ bezeichnet haben. Attenborough ist für Charles eine Vaterfigur und ein Berater, seit dieser acht Jahre alt war. Er ist einer der engsten Freunde Elisabeths außerhalb des Königshauses und ihr vertrauter Berater. Attenborough hat erklärt:

„Die menschliche Bevölkerung kann nicht länger auf die gleiche alte unkontrollierte Weise weiterwachsen. Wenn wir unsere Bevölkerungsgröße nicht selbst bestimmen, dann wird die Natur das für uns tun.“

Paul R. Ehrlich, Verfasser des längst diskreditierten Traktats „Die Bevölkerungsbombe“, forderte öffentlich die Reduzierung der Weltbevölkerung um mehrere Milliarden Menschen. ccb.stanford.edu

Eine weitere Treuhänderin ist Dame Jane Goodall, die Affen mehr liebt als Menschen, ebenso Paul R. Ehrlich, Autor der diskreditierten Farce Die Bevölkerungsbombe (1968), der sich öffentlich für eine Reduzierung der Weltbevölkerung um mehrere Milliarden Menschen ausgesprochen hat.

Dies entspricht ganz den Vorstellungen des Prinzen. In einer Rede am 10. Juni 2010 vor dem Zentrum für Islamstudien der Universität Oxford ereiferte Charles sich darüber, daß die Bevölkerung von Lagos in Nigeria zu seinen Lebzeiten von 300.000 auf 20 Millionen gestiegen sei. Und weiter: „Ich hätte auch Mumbai, Kairo oder Mexiko-Stadt wählen können – wohin man auch schaut, die Weltbevölkerung wächst schnell.“ Die Erde „kann uns nicht alle ernähren“, fuhr er fort, besonders in den Entwicklungsländern, wenn ein dort „riesiger Anteil“ Rohstoffe auf „westlichem Niveau“ verbrauche. US-Präsident Barack Obama kopierte Charles’ Argumentation einige Jahre später in einer Tirade vor jungen Afrikanern.

Großbritanniens Green New Deal und sein Programm

Unter der Aufsicht und Ideologie von Charles, Porritt und Juniper – zusammen mit einigen anderen, insbesondere der linken New Economics Foundation – wurde 2008 der Green New Deal ins Leben gerufen, der als Programm für Großbritannien, vor allem aber als Vorlage für die amerikanische Variante dienen sollte, die ihn in den Grundzügen und auch einigen Einzelheiten imitierte.

Vier der acht Direktoren der Gruppe des britischen Grünen New Deal von 2008 sind direkt von Charles geprägt:

  • Tony Juniper: Direktor/Initiator.
  • Caroline Lucas: Direktorin. Lucas wurde als Protegé des Völkermörders Porritt rekrutiert. Lucas selbst berichtete, wie sie durch die Lektüre von Porritts Buch Seeing Green „komplett inspiriert“ war und sich deshalb entschloß, der Grünen Partei beizutreten. Sie dachte: „Das ist es. Dieser Sache werde ich mich widmen.“ Porritt war die dominierende Kraft in der Grünen Partei. Lucas wurde grüne Abgeordnete für den Wahlkreis Brighton Pavilion und half dabei, den Green New Deal ins Leben zu rufen.
  • Charles Secrett: Direktor. In seinem Lebenslauf steht, daß Secrett Senior Associate des University of Cambridge Programme for Sustainability Leadership (CISL) ist. Prinz Charles ist nicht nur der Schirmherr und die treibende Kraft dieser Abteilung, er arbeitet auch mit CISL an einem Programm, um die Wirtschaft für Nachhaltigkeit neu zu verdrahten – „Rewiring the Economy“. Das ist das, was in letzter Zeit viele als den Großen Neustart, den „Great Reset“, bezeichnen.
  • Colin Hines: Initiator/Direktor. Hines war ein langjähriger Mitarbeiter von Jonathon Porritt. Sie veröffentlichten einen gemeinsamen Beitrag in der Novemberausgabe 2017 des Journal of Population and Sustainability mit dem Titel „Progressive Parteien in Großbritannien müssen jetzt die Immigrations-Herausforderung direkt angehen, um den Brexit zu verhindern“. Porritt sagte dazu, das Argument in dem Aufsatz sei, daß Linke und Liberale mit dem Bevölkerungsproblem „ernst machen“ müssen.

Programmatisch forderte der britische Grüne New Deal staatliche Investitionen in Energieeffizienz und Mikro-Energieerzeugung, wo „jedes Gebäude ein Kraftwerk“ wird; die Schaffung grüner Arbeitsplätze, um den Wiederaufbau einer kohlenstoffarmen Infrastruktur zu ermöglichen; hohe Steuern für Öl- und Gasunternehmen, um Geld für staatliche Ausgaben für erneuerbare Energien und Energieeffizienz einzunehmen; Bereitstellung finanzieller Anreize für grüne Investitionen und reduzierten Energieverbrauch. Wei Prinz Charles bei der COP15-Konferenz 2009. Er hilft bei der Organisation der UN-Klimagipfel,
da diese bei der Festlegung von Parametern für „Klimawandel“-Vorschriften wertvoll sind. Dänisches Außenministerium ter fordert er „realistischere Preise für fossile Brennstoffe, die die Kosten für die Umwelt mit einbeziehen und hoch genug sind, um den Klimawandel zu bekämpfen“; empfohlen werden Kohlenstoffsteuern. Auf Anregung der New Economics Foundation werden auch die Zerschlagung der Megabanken und eine verstärkte Kontrolle der Finanzderivate gefordert.

Der Name Grüner New Deal – völlig zu Unrecht mit Franklin Roosevelt in Verbindung gebracht –, die Forderung nach einer großangelegten Umstellung auf grüne Energie, die Abschaffung kohlenstoffbasierter Brennstoffen und der damit verbundenen Produktion sowie die Schaffung von grünen Arbeitsplätzen – all das kommt von Charles und seinen kleinen grünen Männchen Porritt und Juniper, und es setzt eine radikale Bevölkerungsreduktion voraus. Der Export nach Amerika war von Anfang an intendiert.

III. Die Durchsetzung des Berichtsmechanismus für den Reset: die Diktatur der Banker

Prinz Charles hat im Auftrag der Mächtigen der Finanzwelt, der Bank of England u. a. seit 2004 ein Regelwerk grüner „in die Buchhaltung integrierter Bilanzregeln“ für Industrie- und Energiekonzerne, landwirtschaftliche Betriebe usw. ausgearbeitet und versucht, dieses mit zunehmender Intensität durchzusetzen. In grünen Finanzkreisen wird dies als „Taxonomie“ bezeichnet. Er hat Regulierungsbehörden geschaffen oder bestehende modifiziert und sie mit der Befugnis ausgestattet, harte Strafen gegen Unternehmen zu verhängen, die sich nicht an die Treibhausgas-Bilanzierungsregeln halten – was Unternehmen, die sich nicht daran halten, in den Ruin treiben kann. In Charles’ Welt verstärkt jede Produktion realer Güter den anthropogenen Klimawandel. Der Mensch verletzt die primitive Natur durch wissenschaftlichen Fortschritt.

Skeptiker mögen hier einwenden: „Wie sollen Buchhaltungs- und Bilanzregeln, die von Buchhaltern, Finanzteams, Versicherungen und dergleichen stammen, Unternehmen zwingen, grün zu werden? Das erscheint alles ziemlich schwammig.“

Charles hatte bei der Organisation des UN-Klimagipfels 1992 in Rio mitgeholfen, die UN-Klimakonferenz 1997 in Kyoto aufmerksam verfolgt und auf dem UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 gesprochen. Charles war der Meinung, daß diese Konferenzen zwar wertvoll waren, um Parameter für die Regulierung des Klimawandels festzulegen, aber die Unternehmen Lippenbekenntnisse ablegen und dann die vorgeschlagenen Regeln umgehen könnten, ohne daß sie dafür bestraft werden. Daher würden die Regeln größtenteils nie in Kraft treten. Er ist überzeugt, daß Regeln quasi chirurgisch in die Unternehmen eingepflanzt werden müssen – in Form sogenannter integrierter Bilanzregeln –, um sie dazu zu bringen, die Regeln einzuhalten und nicht zu umgehen, indem man sie zwingt, jede bedeutende Investition oder Ausgabe unter dem Gesichtspunkt offenzulegen, ob sie den Klimawandel verstärken.

2004 gründeten Charles und die HSBC Bank (Hong Kong and Shanghai Banking Corporation) das Programm Accounting for Sustainability („Buchhaltung für Nachhaltigkeit“), kurz A4S. Auf der Webseite von A4S heißt es dazu unter der Überschrift „Warum Nachhaltigkeit und Finanzen“:

„[Unternehmens-]Finanzteams sind ein Gewinn für ihr Unternehmen und ein wichtiges Element beim Aufbau einer nachhaltigen Welt. Um diesem Potential gerecht zu werden, müssen sie die mit Nachhaltigkeit verbundenen Risiken und Chancen erkennen und in der Lage sein, darauf zu reagieren. Finanzteams in einer Organisation sind von entscheidender Bedeutung, weil sie die Geld- und Finanzströme kontrollieren, die entscheidend dafür sind, zu ermöglichen oder zu blockieren, was die Organisation tut.“ (Hervorhebung hinzugefügt)

Finanzteams könnten die Geldströme kontrollieren: Charles und die Londoner City wollten, daß diese Teams auf fossilen Brennstoffen basierende Elektrizität, Güterproduktion, Infrastruktur und wissenschaftliche Forschung und Entwicklung aufgeben und statt dessen in eine aufkeimende grüne Spekulationsblase investieren.

Dazu definierten Charles und sein Team eine Reihe von integrierten Bilanzrisiken, die angeblich aussagen sollen, wie „gefährlich“ eine Investition ist, und das ausschließlich unter dem Gesichtspunkt, ob sie angeblich den Klimawandel verstärkt. Diese Risiken haben offizielle Bezeichnungen wie „physische Risiken“, „Altlasten- Risiken“, „finanzielle Risiken“, „Produktionsrisiken“, „Wettbewerbsrisiken“, „Prozeßrisiken“ und „Reputationsrisiken“.

Die Stromerzeugung der Energieunternehmen aus fossilen Brennstoffen führt zu CO2-Emissionen und angeblich zu globaler Erwärmung, daher wird ihnen ein hohes „physisches Risiko“ zugeordnet, das in der integrierten Bilanz ausgewiesen wird. Gleichzeitig drängen Umweltorganisationen darauf, fossil befeuerte Elektrizitätswerke abzuschalten.

Aber was ist mit einer Werkzeugmaschinenfirma, die mit Energie aus einem Kraftwerk mit fossilen Brennstoffen arbeitet? Diese ist nun mit der Sünde belastet, die „physischen“ Risiken des fossilen Stromunternehmens zu übertragen, weil es das fossile Kraftwerk unterstützt, indem es von ihm Strom bezieht. Und was ist mit dem Finanzinstitut, das der Werkzeugmaschinenfirma, deren Energiequelle fossile Brennstoffe sind, einen Kredit gewährt? Es hat Risiken, die dem Kraftwerk für fossile Brennstoffe und der Werkzeugmaschinenfirma zugeschrieben werden, und laut den Buchhaltern ist es auch „finanziellen Risiken“ ausgesetzt, weil das Kraftwerk für fossile Brennstoffe und die Werkzeugmaschinenfirma aufgrund ihrer „unheilbaren“ Risiken untergehen und ausfallen können. Und die Bank oder das Finanzinstitut sieht sich „Reputations- und Prozeßrisiken“ gegenüber, weil eine Gruppe von Aktionären sie wegen ihres Beitrags zur globalen Erwärmung verklagen könnte.

Einem Unternehmen kann für jede Aktivität, die zur „globalen Erwärmung“ beiträgt, ein Risiko zugewiesen werden, unabhängig davon, wie viele Zwischenschritte es von den angeblich für die globale Erwärmung verantwortlichen Vorgängen entfernt ist.

Früher verzeichneten Unternehmen in ihren Buchhaltungen und Bilanzen nur Gewinn und Verlust, die Höhe von Krediten und Investitionen usw. sowie finanzielle Risiken, die das Unternehmen durch Verluste in seiner Geschäftstätigkeit eingehen konnte.

Jetzt können „Risikomanagement-Teams“, die Unternehmen einstellen müssen, dem Vorstand berichten, daß das Unternehmen ernsthafte Risiken hat, die seine Stabilität bedrohen. Leiter staatlicher Aufsichtsbehörden, die beim Umweltschutz „scharfe Hunde“ sind, können entscheiden, daß das Unternehmen die Vorschriften nicht einhält und sofort Änderungen vornehmen muß. Kreditrating-Agenturen, wie S&P Global Ratings (früher Standard & Poor’s) und Moody’s Investor Service, können gute Kreditratings entziehen. Ein Unternehmen wird befürchten, versehentlich oder auf andere Weise behördlichen Maßnahmen unterzogen zu werden, die dazu führen, daß es von der Börse genommen, aus dem Geschäft gedrängt oder sogar strafrechtlich verfolgt wird.

Noch befinden sich diese auf den Klimawandel bezogenen Risiken in der freiwilligen Phase, aber einige Aufsichtsbehörden drängen darauf, sie 2021 verbindlich zu machen.

Charles, seine persönlichen Berater und akademischen Berater aus Oxford und Cambridge sehen in diesen „klimarelevanten Risiken“ den inneren Disziplinierungsmechanismus, der Unternehmen zwingen wird, Produktion einzustellen, auf rückschrittliche Technik wie Windmühlen umzustellen und in eine wertlose grüne Spekulationsblase zu investieren. In den 90er Jahren und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sah außer Prinz Charles kaum jemand den Wert dieses Mechanismus. Charles mußte ihn nun in den Mainstream bringen, indem er die Unterstützung der Masse der Korporativisten für seinen Plan einnahm, und dann mußte er dafür sorgen, daß der Plan verpflichtend gemacht wird. Dies erforderte die Gründung einer Arbeitsgruppe in der Finanzwelt für Klima-Bilanzvorschriften – die Task Force on Climate-Related Financial Disclosure, die bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) angesiedelt ist. Dieser Teil des Plans wurde 2015 verwirklicht. Wie?

Gründung von A4S

Wie bereits erwähnt, gründete Prinz Charles Accounting for Sustainability (A4S) 2004 mit Unterstützung der HSBC-Bank (Hongkong and Shanghai Bank, mit einer berüchtigten Geschichte in den Opiumkriegen). Die HSBC stellte Prinz Charles einen gewissen Russell Picot zur Verfügung, der ein Gewährsmann für beide wurde und den Charles zwölf Jahren lang für seine Zwecke einsetzte. Picot wurde schließlich Chefbuchhalter der HSBC. Wie die Fachzeitschrift By All Accounts im Juli 2019 berichtete: „Die Gelegenheit, [Picots] persönliche Überzeugungen mit den ökologischen und sozialen Aspekten der Bilanzierung zu verbinden, ergab sich 2004, als der Prinz von Wales den Vorsitzenden der HSBC zusammen mit einigen anderen Unternehmen einlud, bei der Gründung von Accounting for Sustainability mitzuwirken.“

Picot lobte Charles mit den Worten: „Der Prinz ist ein außergewöhnlicher Mann… Er setzt sich seit vielen Jahrzehnten für Umwelt- und Klimabelange ein.“

Charles‘ A4S gründete das Accounting Bodies Network (ABN) als eine Zusammenarbeit zwischen A4S und Berufsverbänden auf der ganzen Welt, darunter die meisten wichtigen Buchhaltungsverbände weltweit. Zusammen vertritt das Netzwerk mehr als 2,5 Millionen professionelle und angehende Buchhalter in 179 Ländern, das sind zwei Drittel aller Buchhalter weltweit; es unterstützt die Agenda von A4S.

Darüber hinaus gründete Charles über A4S und andere von ihm kontrollierte Organisationen, wie das Institute for Sustainability der Universität Cambridge, spezialisierte Organisationen, die die ganze Bandbreite seines Ziels der „integrierten Bilanzierung“ abdecken: Organisationen für Pensionsmanager, für Finanzchefs (das CFO Leadership Network), für Banker, Vermögensverwalter und Anleihefonds-Investoren, für Führungskräfte von Versicherungsunternehmen (genannt ClimateWise), ein Center for Sustainable Finance usw.

Alles in allem repräsentiert die korporatistische Allianz, die er in den führenden, einflußreichsten Finanzinstitutionen der Welt zusammengezogen hat, ein verwaltetes Vermögen bzw. im Falle der Banken direktes Bankvermögen von insgesamt mehr als 30 Billionen Dollar. Die Organisationen, die er zur Unterstützung seiner Ziele zusammentrommelte, hatten zusammen mehr als 9 Millionen Mitglieder.

2010 gründete Charles den International Integrated Reporting Council (IIRC), mit dem einzigen Ziel, Unternehmen und Regierungen zur Einführung der integrierten Bilanzierung zu drängen. Sein Gewährsmann Russell Picot nahm einen Sitz im IIRC-Lenkungsausschuß ein; Sir Michael Peat, Erster Privatsekretär des Prinzen von Wales, wurde zum Vorsitzenden des IIRC ernannt.

Mark und Diana Carney werden eingespannt

Mark Carney, ehem. Gouverneur der Bank von England bei seiner Rede vor dem Klima-Aktionsgipfel der UN in New York. United Nations

Mark Carney, ehemaliger Gouverneur der Bank von England (2013–20), ist einer der mächtigsten Zentralbanker des 21. Jahrhunderts. Carney war gleichzeitig auch Vorsitzender (2011–18) des Financial Stability Board (mit Sitz bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in der Schweiz). Aber ein vehementer und offener Befürworter der Grünen Finanzen wurde Carney erst, nachdem Prinz Charles ihn indoktrinierte und vereinnahmte. Charles kam dabei zugute, daß die Ehefrau des Bankers, Diana Fox Carney, die oft als „Öko-Kriegerin“ beschrieben wird, dem Prinzen sowohl als Vorsitzende des Kuratoriums von Ashden (er ist königlicher Schirmherr, Porritt und Attenborough sind ihre Mitkuratoren) als auch als Vorstandsmitglied des Botschafterrates des World Wildlife Fund UK untersteht. Prinz Charles leitet heute den von seinem Vater gegründeten WWF.

Über Carney schuf Charles den bisher mächtigsten Muskel für den Grünen New Deal in der Finanzwelt. Es handelt sich um die Task Force on Climate-Related Financial Disclosures, der 34 Zentralbanken, große Privatbanken und Fonds angehören und die von Carney und Sir Michael Bloomberg geleitet wird. Carney fordert aggressiv, daß die Banken die „Taxonomie“ durchsetzen, um alle Investitionen in fossile Brennstoffe zu reduzieren, und er sagte mehrfach, daß Unternehmen, die nicht mitmachen, „aufhören werden zu existieren“.

Die Geschichte, wie Charles Carney für sich einspannte, wird in EIR vom 18. Oktober 2019 in dem Artikel „Mark Carney, der Prinz (Charles) der Zentralbanker“ umrissen. Bezeichnend sind Carneys Worte bei der Feier zu Charles’ 70. Geburtstag im Jahr 2018:

„Es ist das Verdienst Seiner Königlichen Hoheit, daß dieser freudige Anlaß von einer ernsthaften Diskussion über die Risiken und Chancen des Klimawandels und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft geprägt ist. Seine Königliche Hoheit nimmt seit Jahrzehnten eine inspirierende Führungsrolle in diesen wesentlichen Fragen ein. Hätten wir seinen Rat beherzigt, als er zum ersten Mal angeboten wurde, so hätten wir die Tragödie am Horizont vielleicht schon gelöst!

Ich hatte das große Vergnügen, mich bei mehreren Gelegenheiten mit Seiner Hoheit auszutauschen, und ich kann mir nur wenige Menschen vorstellen, die mehr über die Nachhaltigkeitsagenda wissen oder sich so sehr dafür einsetzen. Vor vier Jahren brachte er mich zu Recht in Verlegenheit, als er darauf hinwies, daß klimabedingte Risiken ernsthafte finanzielle Auswirkungen haben werden, und fragte, was die Regulierungsbehörden dagegen unternehmen würden. Die Herausforderungen Seiner Hoheit sind heute sogar noch aktueller, da die Auswirkungen des Klimawandels weiter zunehmen und die Zeit zum Handeln immer knapper wird.“ (Hervorhebungen hinzugefügt)

2017 begann die Arbeitsgruppe der Zentralbanker, Empfehlungen an Unternehmen herauszugeben, um sie bei der Offenlegung „relevanter Informationen“ zu klimabezogenen Risiken zu unterstützen. Diese integrierte Bilanzierung sollte freiwillig sein. Doch im November 2020 gab die Bank von England diese Erklärung heraus:

„Die Bank von England hat gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der TCFD-Taskforce der Regierung und der Aufsichtsbehörden, die eingerichtet wurde, um den effektivsten Weg zur Offenlegung klimabezogener Finanzdaten zu untersuchen, einen Zwischenbericht veröffentlicht, der einen Wegweiser zu verpflichtenden klimabezogenen Offenlegungen in der gesamten britischen Wirtschaft aufzeigt, der sich an den Empfehlungen der TCFD orientiert.“

Das ist der eiserne Zwangsmechanismus – der Konzerne und Finanzinstitute zwingt, aus der realen Produktion für die menschliche Existenz auszusteigen und in eine gigantische grüne Spekulationsblase einzusteigen –, auf den die Diktatur der grünen Banker angewiesen ist. Im Sommer 2018 schlug sich die riesige Wall-Street- Vermögensverwaltung BlackRock auf die Seite des Prinzen und Carneys und tat sich auf der jährlichen Bankerkonferenz der Federal Reserve in Jackson Hole, Wyoming, mit letzterem zusammen, um eine mörderische neue Taktik einzuführen, die die Black-Rock-Manager selbst als „Regimewechsel“ bezeichneten: Die Zentralbanken sollen den Regierungen, die „zu langsam“ sind, die Lenkung der Staatsausgaben wegnehmen. Die Rolle von BlackRock bei Charles’ „Neuverdrahtung“ wird im nächsten Abschnitt dieses Berichts behandelt.