Wie die „grüne Finanzwelt“ moderne Kraftstoffe verbietet

Unter dem Deckmantel der Bekämpfung des „anthropogenen Klimawandels“ – der großen Lüge, industrielle und landwirtschaftliche Kohlenstoffemissionen verursachten globale Erwärmung – spielt BlackRock eine Vorreiterrolle, Unternehmen und Staaten zu zwingen, die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen und insbesondere Kohle einzustellen. Da die meisten armen Länder und viele entwickeltere Staaten weitgehend auf Kohle zur Stromerzeugung angewiesen sind – und angesichts der aktuellen Pandemie und der drohenden Hungersnot in Afrika und anderen Teilen der Welt –, ist diese Erpressung zur Abschaltung von Kohlekraftwerken ein wichtiger Aspekt der massenmörderischen, malthusianischen Kampagne zur Reduzierung der Weltbevölkerung, d. h. es ist ein völkermörderischer Akt.

Laurence „Larry“ Fink, Chef des weltweit
größten Vermögensverwalters BlackRock WEF/CC-by-SA 2.0

Der Chef von BlackRock, Larry Fink, kündigte im Januar 2020 an, seine Firma werde sich aus allen Unternehmen zurückziehen, die mehr als 25 % ihrer Einnahmen aus Kohle generieren. Hinzu kamen weitere Maßnahmen, um die Schließung von Unternehmen mit fossilen Brennstoffen zu erzwingen und den Bau von Kohlekraftwerken zu verhindern, so wie Peabody Coal in den Vereinigten Staaten schon in den Konkurs getrieben wurde. BlackRock drohte nicht nur mit Abzug seiner Investitionen, sondern auch damit, seinen beträchtlichen Einfluß auszunutzen, um Führungskräfte und Vorstandsmitglieder zu entlassen, die diesem Kurs nicht folgen.

Im jüngsten jährlichen Rundbrief an Firmenchefs für 2021 gab BlackRock vor, diese bösartige Zerstörung lebenswichtiger Energieerzeugung in reichen wie armen Ländern sei seine „Verantwortung“ als Treuhänder, für die Reichsten der Reichen (BlackRocks Kunden) deren Profit zu maximieren. Angeblich würden Unternehmen der fossilen Brennstoffe und anderer Industrien mit großem „Kohlenstoff-Fußabdruck“ wegen der verbreiteten Überzeugung, daß sie der Gesellschaft schaden, an Aktienwert verlieren. Die Frage liegt auf der Hand, was hier Ursache und was Wirkung ist, wie dieser gesamte Sonderbericht deutlich macht.

Verbot der Kohlekraft

Im Mai 2020 informierte BlackRock den riesigen KEPCO-Konzern (Korea Electric Power Corporation), der sich mehrheitlich im Besitz der südkoreanischen Regierung befindet, er werde finanziell bestraft, wenn er den Bau von Kohlekraftwerken in Vietnam und Indonesien nicht einstellt. KEPCO hat in 27 Ländern in Stromprojekte investiert, wobei etwa 80 % der Anlagen mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, und baut auch Kernkraftwerke im Ausland. Der Brief von BlackRock an KEPCO wurde von mehreren anderen Finanzinstitutionen mitunterzeichnet – und sogar von der anglikanischen Kirche!

BlackRock fügte bald darauf die Forderung hinzu, KEPCO müsse den vertraglich vereinbarten Bau eines 1000-MW-Kohlekraftwerks auf den Philippinen, Sual 2, stornieren. Sual 2 sollte Sual 1 ersetzen, das in den 90er Jahren gebaut wurde und 2024 stillgelegt werden sollte. Selbst die fanatisch grüne US-Nachrichtenseite Mongabay lobte zwar das Aus für Sual 2, räumte aber ein, daß Sual 1 „von vielen als Motor für die Entwicklung der Stadt [Sual] in den letzten zwei Jahrzehnten angesehen wird und die jährlichen Durchschnittseinnahmen von 75 Mio. Pesos (1,5 Mio. $) 2001 auf 380 Mio. (7,85 Mio. $) 2017 gesteigert hat“. Solchen Fortschritt und höheren Lebensstandard wollen die Malthusianer natürlich nicht zulassen. Am 16. Oktober 2020 gab KEPCO bekannt, den Vertrag zum Bau von Sual 2 zu beenden – ein Beleg dafür, daß BlackRock mehr Macht hat als Nationalstaaten. Keine zwei Wochen später, am 28. Oktober, kündigte der philippinische Energieminister Alfonso Cusi ein Moratorium der Regierung auf alle geplanten neuen Kohlekraftwerke an. „Wir treiben den Übergang von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu saubereren Energiequellen voran, um ein nachhaltigeres Wachstum für das Land zu gewährleisten.“

„Nachhaltiges Wachstum“ ist hier ein Euphemismus für mehr Stromausfälle und höhere Strompreise. Auf den Philippinen gibt es jetzt bereits „rollende Stromausfälle“ und den höchsten Strompreis in Asien. Derselbe Minister Cusi hatte vor vier Jahren noch den Plan zur Wiederinbetriebnahme des eingemotteten Kernkraftwerks Bataan unterstützt, nachdem der Vorsitzende der Philippinischen LaRouche-Gesellschaft, Butch Valdes, diesen Plan im September 2016 bei einem Regionaltreffen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vorgestellt hatte. Aber Cusi machte einen Rückzieher – höchstwahrscheinlich unter dem Druck der Anti-Atom-Malthusianer, so wie er sich jetzt den BlackRock-Malthusianern gebeugt hat.

KEPCO kündigte außerdem auf Druck von BlackRock an, einen 1-Milliarden-Dollar-Vertrag zum Bau eines Teils des 630-MW-Kohlekraftwerks Thabametsi in Südafrika zu stornieren. Wie auf den Philippinen gibt es auch in Südafrika systematische Stromabschaltungen, weil mehrere große Kohlekraftwerke abgeschaltet werden mußten, nachdem Umweltschützer gegen sie erfolgreich wegen Schädigung von Wasserressourcen und anderen Umweltbeschwerden geklagt hatten. Wie die Weltbank erklärt, herrscht in 32 der 48 Staaten Afrikas eine Energiekrise, und große Teile des Kontinents haben überhaupt keine Stromversorgung. Wenn alle neuen Kohlekraftwerke gestoppt und gleichzeitig die bestehenden Anlagen abgeschaltet werden, wird die Sterberate in Afrika durch Krankheiten und Hunger drastisch ansteigen. Und es wird den natürlichen Lebensraum zerstören, den die Grünen angeblich schützen wollen, weil dann Bäume als Brennholz gefällt werden.

KEPCO will zwar trotz der Drohungen von BlackRock seine im Bau befindlichen Kohlekraftwerke in Vietnam und Indonesien fertigstellen, hat aber vor dem Befehl kapituliert und will nie mehr irgendwo auf der Welt neue Kohlekraftwerke bauen.

Reiche Volkswirtschaften bleiben nicht verschont

Es sind nicht nur die Entwicklungsländer, die die Malthusianer kaputtmachen wollen. Der Konkurs des US-Kohlegiganten Peabody wurde dadurch herbeigeführt, daß BlackRock und andere Fonds Millionen von Dollar aus dem Unternehmen abzogen. Eine wichtige Rolle bei dieser Zerstörung der amerikanischen Wirtschaft spielt der Wall-Street-Milliardär Michael Bloomberg, der mehr als 500 Millionen Dollar in seine Anti-Kohle-Kampagne „Beyond Carbon“ gesteckt hat. Auf der Jahreshauptversammlung von Peabody stimmte BlackRock gegen die Wiederwahl des Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragten des Unternehmens. BlackRock beklagte „unzureichende Fortschritte“ bei der Festlegung von Zielen für die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen nach den Vorgaben der TCFD (Task Force on Climate Related Financial Disclosures, eingerichtet vom Financial Stability Board unter dem damaligen Chef der Bank von England Mark Carney) und des SASB (Sustainability Accounting Standards Board, 2011 gegründet, um die „ESG“-Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung bei der Unternehmensfinanzierung zu fördern).

In Australien warf BlackRock sein Gewicht hinter einen Angriff der Umweltschützer auf den größten Stromerzeuger des Landes, AGL Energy. Auf einer Aktionärsversammlung im Oktober 2020 schloß sich BlackRock der Forderung an, daß AGL den geplanten Termin für die Schließung seines riesigen 3280-MW- Kohlekraftwerks Loy Yang – dem größten in Australien – um zwölf Jahre von 2048 auf 2036 vorverlegt. Die Financial Times schrieb, „der größte Vermögensverwalter der Welt zeigt wegen der Klimasorgen im Land seine Zähne“. Loy Yang produziert 50 % des Stroms für den Bundesstaat Victoria. BlackRock hat auch das 2640-MW-Kohlekraftwerk Bayswater von AGL im Staat New South Wales im Visier.

Südkoreas KEPCO steht auch in Australien unter Beschuß, wo grüne Regulierungsbehörden versuchen, die Einrichtung einer Kohlemine in New South Wales zu blockieren, in die das Unternehmen in den letzten neun Jahren mehr als 462 Mio. Dollar investiert hat.

BlackRock gegen Öl

Laut einem Bericht in GreenTechMedia vom 8. September 2020 „bekamen in der ersten Jahreshälfte 2020 mehr als 50 Unternehmen die Mißbilligung von BlackRock wegen ihrer mangelnden Fortschritte beim Klimawandel zu spüren – darunter Chevron, ExxonMobil und der deutsche Versorger Uniper“. Ein Sprecher von BlackRock wurde zitiert, daß weitere 191 Unternehmen „auf Beobachtung gesetzt wurden“, d. h. BlackRock will 2021 in den Vorstandsetagen seine Muskeln spielen lassen. In Bezug auf Shells Versprechen, bis 2050 Netto-Null-Kohlenstoff-Emissionen zu erreichen, schrieb BlackRock: „Wir werden das Management und die Vorstandsmitglieder für mangelnde Fortschritte bei der Umsetzung durch zukünftige Abstimmungen bei Vorstandswahlen zur Verantwortung ziehen.“

Gleichzeitig steckt BlackRock Milliarden in Unternehmen, die Wind- und Solaranlagen auf der ganzen Welt produzieren. Das wiederum wirft die Frage auf, ob BlackRock und seine Genossen bei den „grünen Finanzen“ unter dem Deckmantel der „treuhänderischen Verantwortung“, für ihre Kunden profitabel zu investieren, die Energiepreise gezielt in die Höhe treiben, um eine neue, grüne Finanzblase zu schaffen. So etwas wie einen „fairen Marktwert“ gibt es nicht, wenn man über einen 8 Billionen Dollar schweren Marktteilnehmer spricht.

BlackRocks Absicht ist es, eine „nachindustrielle Gesellschaft“ durchzusetzen und gleichzeitig die ultimative Macht der Finanzoligarchie des Empire, der City und Wall Street, zu erhalten, auch wenn dieses Bankenimperium völlig bankrott ist. Eine grüne Spekulationsblase aufblähen und allen Kredit von langfristiger Wirtschaftsentwicklung in solche spekulativen Aktivitäten umleiten – das ist ein malthusianisches Skript für die Entvölkerung der Erde.